Preview - Anno 1800 : 5 Stunden gespielt. Verliebt.

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Investoren wollen Güter aus Südamerika

Je höher die Klasse, desto geringer die Arbeitskraft, weil Künstler nicht so gerne und Investoren gar nicht arbeiten. Die Artisanen, also Künstler, verlangen nach Sicherheit in Form erhöhter Polizeipräsenz, aber auch nach Glasfenstern. Dafür brauchen wir eine Sandmine, Holzfällerei und Glaserei. Noch aufwendiger sind Konservendosen, die in der industriellen Revolution ob ihrer Haltbarkeit en vogue wurden. Dafür brauchen wir eine Viehzucht und müssen roten Paprika anbauen.

Auffällig: In Anno 1800 benötigen wir generell sehr viel Platz, weil etwa unsere Mühle nur ausgelastet ist, wenn wir sehr große Getreidefelder anbauen. Und die Konservenindustrie braucht sehr viele Tiere für die „Artisanale Küche“ – dort wird das Gulasch zubereitet. Außerdem wird Eisen benötigt, was in einem weiteren Betrieb zu Dosen veredelt wird.

Auch wenn sie noch nicht spielbar war, so verriet Blue Byte doch schon einiges über die neue Welt: Südamerika. „Südamerika ist für Premiumprodukte wie Schokolade wichtig, aber natürlich auch, um wilde Tiere wie Geparde zu fangen, die die Attraktivität eures Zoos erhöhen“, so Dirk Riegert. „Je höher die Attraktivität eurer Stadt, desto mehr Besucher kommen von außerhalb, legen mit einem Dampfschiff an und lassen entsprechend viel Geld in eurer Stadtkasse.“

Tourismus spielt eine große Rolle in Anno 1800, auch deshalb sollten wir darauf achten, unsere Metropole nicht komplett zuzupflastern, sondern genug Raum für Parks und Grünanlagen lassen sowie Brunnen und andere Zierelemente bauen. Die gab’s zwar früher schon, wirken sich jetzt aber direkt auf die Attraktivität und damit die Einnahmen aus.

Seefahrt, Museen und die Epoche der Kolonialzeit

Besonders interessant und umfangreich ist die Seefahrt, weil sie sich deutlich stärker weiterentwickelt als in früheren Anno-Teilen. So starten wir mit Jollen, gehen über zu Dreimastern und entdecken schließlich die Dampfschifffahrt, die den Handel und das Versorgen anderer Inselgruppen sehr viel effizienter macht. Schade: Das Militär konnten wir noch nicht ausprobieren, hierfür plant Ubisoft, zu einem weiteren Event einzuladen. Leider gibt es jedoch keine Landschlachten mehr, weshalb ihr auch keine Mauern setzen könnt, um eure Städte zu schützen, sondern lediglich Kanonentürme und eine befestigte Kaimauer. Das ist gerade optisch bedauerlich. Richtige Festungsstädte wie in Anno 1701 oder 1404 lassen sich nicht mehr errichten.

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„Es hätte nicht ins Szenario gepasst, weil die Städte zur industriellen Revolution sehr schnell wuchsen und man ob des Pulverzeitalters und der Kanonen keine Stadtmauern mehr baute“, erklärt auf Nachfrage Senior Game Designer Christian Schneider.

Stattdessen liegt der Fokus auf Schlachten auf hoher See. Wir konnten in Konzepten bereits riesige Kriegsschiffe entdecken, das wird spannend. Auch das Entdecken und Erobern der neuen Welt als Kolonialmacht ist ein Kernelement, denn nur dort können wir Kakaoplantagen anbauen und zusammen mit einer Zuckerraffinerie die Schokolade als teures Genussmittel in Europa einführen. Den Grundstein dafür legt das Entdeckerschiff, das wir wie in einem Rollenspiel mit Kapitän, Diplomat, Geistlichem und anderen Spezialisten bestücken können. Je nachdem wen wir mitnehmen, bekommen wir innerhalb des Multiple-Choice-Dialogs, der an Mass Effect erinnert, andere Möglichkeiten.

Der Geistliche etwa kann versuchen einen Stamm der Maya oder Indios zu bekehren, während die Diplomatin eine Hochzeit vorschlägt, um eine Allianz zu schmieden. Laut Blue Byte soll hier sehr viel Tiefe drinstecken, wir müssten dafür natürlich deutlich länger spielen. Gewinnen können wir bei solchen Entdeckertouren Monumente für unser Museum, das ein riesiger Komplex ist – ähnlich groß wie der neue Zoo.

Anno 1800 - gamescom 2017 Gameplay Demo
In diesem Video von der gamescom zeigt euch UbisoftTV vier Minuten lang Spielszenen aus Anno 1800 für den PC.

„Ihr könnt das Museum beliebig ausbauen und wirklich riesig werden lassen, wenn ihr möchtet“, erzählt uns Blue Bytes’ Design-Chef. Das Museum steigert nämlich ebenfalls die Attraktivität. „Und wer besonders gut ist, der schaltet die Weltausstellung frei, die noch mal mehr Möglichkeiten eröffnet.“

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