26.05.2011 - Michael Zeis
Offensichtlich nicht. Miss Liddell steckt nun im Houndsditch Home, einem ″Rettungshaus für verwahrloste Kinder″. Die ersten Spielmomente werden uns im Scherenschnitt-Diorama-Stil präsentiert: Die wirren Wahnvorstellungen, die Alice während einer Hypnosesitzung mit Dr. Bumby erlebt, stimmen schon mal auf die makaberen Herausforderungen ein, die uns erwarten. Spätestens wenn in diesen verstörenden Szenen dem weißen Kaninchen der Kopf platzt und Alice die Gesichtshaut heruntergerissen wird, sollte man Kinder aus dem Zimmer schicken.
Nach der aufwühlenden Sitzung wanderten wir in normaler Spielgrafik durch das viktorianische und unangenehm heruntergekommene London. Hier fielen in der Preview-Version noch viele unscharfe Texturen auf, die während des Spielens zum Teil durch schärfere ersetzt wurden - allerdings erst nach jeweils mehreren Sekunden Wartezeit. Dafür ging die Atmosphäre schon in die richtige Richtung. Sofort wird auf bedrückende Weise klar, in welch hoffnungslosen Verhältnissen das arme Mädchen nach dem Feuertod ihrer Familie aufwachsen muss. Kein Wunder, dass sie sich schon bald wieder ins Wunderland flüchtet.
Erst dort erweitert sich auch Alices Aktionsspektrum: Wir hüpfen oder schweben über Hindernisse, verfallen bei niedrigem Energiepegel in einen schlagkräftigen Hysteriezustand oder wehren uns gegen Angreifer mittels eines übergroßen Messers, der Vorpal-Klinge. Wiederholtes Herumfuchteln löst eine kleine Kombo aus, mit der wir auch mal mehrere Gegner auf einmal ausschalteten. Allerdings wirft sie das Messer nicht mehr, wie sie es im Vorgänger noch konnte. Stattdessen bekommen wir eine wesentlich effektivere Fernwaffe in unsere gierigen Griffel: die Pfeffermühle. Die ist die Wunderlandversion einer Minigun und wäre so früh im Spiel wohl etwas zu stark, wäre da nicht die Tatsache, dass sie schnell überhitzt. Dank Zielmodus betätigen wir mit ihr auch ab und an entfernte Schalter.
Ähnliches geht auch mit der Uhrwerkbombe, die ihr auf Bodenschalter legen könnt. Haupteinsatzgebiet dieser Waffe mit Fernauslöser sind jedoch schwache Stellen in Wänden oder Böden. Mit dem Steckenpferd, der schwersten Nahkampfwaffe, und der Teekanone, die eine Streuwirkung wie eine Schrotflinte hat, erwarten euch im späteren Spielverlauf noch zwei weitere tödlich originelle Gegenstände. Alle Waffen könnt ihr zudem in drei Stufen aufrüsten - wenn ihr genug Zähne sammelt. weiter...
Alice: Madness Returns - Review [17]
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Die Spiele im Juni 2011 von uns kommentiert [6]
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Kommentare zu Alice: Madness Returns
ich wert es mir holen
Ich bin positiv auf diesen Titel eingestellt. Schon der erste Teil machte mächtig Laune und hat mich damals zum Teil richtig verstört (ja, ich war noch jung)!