Test - Alan Wake : Licht am PC

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Ihr merkt bestimmt schon, das Licht ist während des gesamten Spiels euer bester Freund. Somit auch das Tageslicht, denn zu dieser Zeit versucht euch wenigstens kein schattenhafter Mörder den Garaus zu machen. Nachts bedient Alan sich aber nicht nur der Taschenlampe, denn die wäre gegen einen Schwarm von bösen, dunklen Vögeln nicht ausreichend, sondern auch einer Leuchtpistole oder Leuchtfackeln, die im Grunde die stärksten Waffen in eurem Arsenal sind. Sollte eure Gesundheit trotz allem mal angekratzt werden oder euch die Munition ausgehen, solltet ihr entweder rennen, was das Zeug hält, um zur nächsten sicheren Zone zu gelangen, oder versuchen, den Angriffen der Gegner gekonnt auszuweichen. Unter Laternen füllt sich die Gesundheit nämlich wieder auf! Diese müssen aber natürlich funktionieren und können durch Generatoren eingeschaltet werden.

Eine wahre Leuchte

Doch nicht nur taktisches Geschick in den Kämpfen ist gefragt, sondern auch ein wenig Hirnschmalz. In den perfekt inszenierten Ruhephasen darf Alan Rätsel lösen oder einfach mal auf einen Plausch bei den Bewohnern von Bright Falls vorbeischauen. Diese Zeit werdet ihr richtig genießen! Eine willkommene Abwechslung zu den adrenalinreichen Eskapaden in den dunklen Wäldern. In den Rätseln kümmert ihr euch überwiegend um das Weiterkommen von Herrn Wake, der mal einen Schlüssel für ein Fahrzeug sucht oder sich mit einem Lastenaufzug in die oberen Etagen eines alten Sägewerks befördern lässt.

Die Steuerung wird euch dabei, vor allem am Anfang, ein wenig auf den Schlips treten. Die versetzte Position des Charakters und die empfindliche Kameraführung mit der Maus könnten für den einen oder anderen panischen Moment sorgen. Zwar legt sich diese Problematik nach höchstens einer halben Stunde wieder, aber der stark nach rechts verlagerte Alan dürfte hier und da trotzdem für wirre Momente sorgen, vor allem wenn man viele Third-Person-Shooter gespielt hat, wie GTA oder Max Payne, wo der Charakter mittig platziert ist.

Hitchcock lässt grüßen.

Dass die Entwickler bei Remedy Fans von Horrorklassikern sind, werdet ihr schnell bemerken. Ob nun Liebeserklärungen an "The Shining" oder Hitchocks "Die Vögel", es gibt eine lange Liste an bekannten Serien oder Filmen, die als Inspiration für Alan Wake gedient haben. Es wurde sogar eine eigene Serie geschrieben, die sich "Night Springs" nennt und in den herumstehenden Fernsehgeräten angeschaut werden kann. Selbst das Spiel an sich ist wie eine Serie aufgebaut und besitzt mehrere Episoden. Nach jeder Episode läuft ein passender Soundtrack. Wenn ihr die nächste starten möchtet, werden euch in einem atmosphärischen Rückblick die bereits vergangenen Episoden noch einmal zusammengefasst vorgetragen. Diese Erzählmechanik erzeugt ein geniales Gefühl und trägt ein gutes Stück zur fesselnden Atmosphäre bei.

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