Test - Aggressive Inline : Aggressive Inline

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Aggressive Inline
Bei besonders langen Combos fangt ihr schon mal Feuer.
Glücklicherweise bleibt aber auch die Abwechslung nicht auf der Strecke, so dass ihr neben dem Filmgelände beispielsweise auch in einer modernen Autofabrik, auf einem verregneten Flugplatz oder, exklusiv auf der Xbox, in einem Zoo für Unruhe sorgen dürft. Passend zur Größe der Areale zeigt sich auch die Liste der zu erfüllenden Aufgaben. Während man bei der Genrekonkurrenz nämlich oftmals nur relativ wenige, überschaubare Aufgaben serviert bekommt, die sich zudem oft wiederholen, so darf man sich bei 'Aggressive Inline' über eine Vielzahl verschiedener Ziele freuen. Pro Level warten nämlich 30 bis 60 verschiedene Aufgaben auf euch, die allesamt spezielle Punkte einbringen, die wiederum neue Levels freigeben. Um aber überhaupt Aufgaben bewältigen zu können, müsst ihr diese erstmals finden.

Wenn ihr das eine oder andere Level freigeschaltet habt, dürfte auch das Interesse an den anderen Spielmodi wachsen. Neben verschiedenen Mehrspielermodi, bei denen aber leider nur zwei Spieler gleichzeitig ihr Können unter Beweis stellen dürfen, gibt es hierbei den 'Freeskate'-Modus, bei dem ihr frei über die erspielten Levels fahren könnt, sowie den 'Zeitrennen'-Modus, bei dem ihr unter Zeitdruck möglichst viele Punkte sammeln müsst.

Aggressive Inline
Ob das ein gutes Ende nimmt?

Ein Ei wie das andere?
Doch auch wenn es so scheinen mag, perfekt ist auch 'Aggressive Inline' nicht. Vor allem für fortgeschrittene Spieler dürfte es nämlich hart sein, dass die Anzahl der ausführbaren Tricks nicht nur recht begrenzt ist, sondern diese auch bei jedem Charakter identisch ist. So unterscheiden sich die zahlreichen unterschiedlichen und teilweise phantasievoll gestalteten Inline-Skater also nur optisch, bedienen sich aber alle derselben Palette von Tricks.

Aggressive Inline
Der Park-Editor in Aktion.

Gelungene Technik
Die technische Umsetzung des Spiels ist durchaus gelungen. Zwar wird vor allem grafisch nichts wirklich Spektakuläres geboten, durch die wie bereits erwähnt teils gigantischen Levels, die aber dennoch eine recht hohe Anzahl an kleinen und großen Details vorweisen können, wird dies aber problemlos wettgemacht. Zudem wissen kleine Spielereien wie Lichteffekte und Funken beim Grinden, Lens Flare-Effekte sowie die flüssigen Animationen der Inline-Skater zu gefallen. Mit einer ruckelnden Grafik muss man sich bei der Xbox-Version von 'Aggressive Inline' übrigens nie herumschlagen, das Geschehen bleibt stets bei konstanten 50 Bildern pro Sekunde.
Beim Sound wurde auffallend darauf geachtet, einen zum Spiel passenden Soundtrack zusammenzustellen, zumal dieser den Spielern wohl am ehesten im Gedächtnis bleibt. Jedenfalls ist das Vorhaben der Entwickler gelungen und der Soundtrack von Bands wie P.O.D., Hoobastank oder Student Rick passt perfekt zum Geschehen. Wem aber auch diese moderne Auswahl an Musik nicht zusagt, der kann immer noch seine eigenen Lieder von der Festplatte ins Spiel einbinden.

 

Fazit

von Sascha Szopko
'Aggressive Inline' kam, sah und siegte. Selten konnte ein Spiel, um das im Vorfeld so wenig Rummel gemacht wurde, derart überzeugen wie Acclaims neuester Trendsporttitel. Die positiven Aspekte des Spiels beginnen bei der, vor allem für Genreliebhaber, schnell erlernbaren Steuerung und den riesigen Arealen, mit denen ihr es zu tun bekommt, und ziehen sich bis hin zu einigen völlig neuen Features, die frischen Wind ins Genre bringen. Beispielsweise dürfen sich die virtuellen Inline-Skater an herumfahrende Autos hängen oder an Stangen im Kreis schwingen. Vor allem für Einsteiger eignet sich 'Aggressive Inline' hervorragend, um erste Schritte zu wagen, da der Schwierigkeitsgrad recht niedrig angesetzt ist und nur langsam ansteigt. Und auch wenn fortgeschrittene Spieler durch die relativ magere Anzahl an Tricks oder die Tatsache, dass alle Charaktere über dasselbe Repertoire verfügen, abgeschreckt werden könnten, sollten auch diese getrost zugreifen.  

Wertung

  • Xbox
    90
    %

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