Test - Advent Rising : Advent Rising

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'Advent Rising’ ist der erste Teil einer Trilogie, dessen Geschichte aus der Feder des bekannten Science-Fiction-Autors Orson Scott Card stammt. Auf der Xbox bereits seit einiger Zeit erhältlich und nicht von allzu viel positiver Kritik begleitet, soll die PC-Version die Fehler korrigieren.

'Advent Rising’ ist der erste Teil einer Trilogie, dessen Geschichte aus der Feder des bekannten Science-Fiction-Autors Orson Scott Card stammt. Auf der Xbox bereits seit einiger Zeit erhältlich und nicht von allzu viel positiver Kritik begleitet, soll die PC-Version die Fehler korrigieren und dem Spiel einen Platz im Olymp des Action-Adventure-Genres sichern. Ob das Konzept aufgeht oder ob sich die Geschichte in den endlosen Weiten des Weltalls verliert, erfahrt ihr in unserem Test.

Das habe ich doch schon mal gesehen

Gleich zu Anfang wird man mit den Protagonisten des Spiels vertraut gemacht: Gideon Wyeth (den der Spieler im Spielverlauf steuert), sein Bruder Ethan und Gideons Verlobte Olivia. Sie alle finden sich in einem Kampf ums Überleben der gesamten menschlichen Rasse wieder. Die Suchenden wollen alle Menschen töten, weil sie nach ihrer Ansicht gottlos sind, während die restlichen Aurelianer die Menschen als ein Ebenbild ihrer Götter verehren. Gideons Geschichte ist dabei etwas tiefer, da er eine Art Neo ist, der als Einziger die Menschheit retten kann. Ähnlich wie das eben genannte Vorbild lernt auch er nach einer Zeit, die Umgebung durch Gedankenströme zu beeinflussen.

Mit verschiedensten Waffen und Fahrzeugen macht ihr euch in der Haut von Gideon nun auf, die Menschheit zu retten. Hier kommt oben genannter Satz zum Tragen: Man hat das alles schon irgendwo einmal gesehen. Der geländegängige fahrbare Untersatz mit dem Namen Scythe erinnert sehr an den Warthog aus 'Halo’, auch die Fahreigenschaften sind ähnlich. Das gesamte Gameplay ist von der Farbgebung und von den zu erfüllenden Aufgaben sehr an 'Halo’ angelehnt, sogar die Suchenden erinnern stark an Covenant Elites. Leider ist die Story von Orson Scott Card nicht gut umgesetzt, weshalb alle Charaktere sehr farblos bleiben.

Telekinese – nur Fliegen ist schöner

Im Bereich der Steuerung hat sich einiges getan. Hatte man bei der Xbox-Version im Eifer des Gefechts oftmals Probleme, den Überblick zu behalten, ist das PC-Pendant sehr viel leichter zu steuern. Durch Mausradbewegung wechselt man die Gegner, während die zwei Waffen links und rechts mit den jeweiligen Maustasten abgefeuert werden. Gideon kann – ähnlich wie der Master Chief – immer nur zwei Waffen tragen. Dazu kommen verschiedene Granaten.

Doch die Überarbeitung der Steuerung hat auch einen großen Nachteil. Das Spiel ist viel zu einfach – der Spieler kommt so schnell voran, dass er die Hintergrundgeschichte praktisch nicht mitbekommt. Ab dem Punkt, an dem die ersten Psi-Kräfte verfügbar werden, ist das Spiel nicht mehr als ein Anfängertitel. Das mag für Einsteiger in dieses Genre genau richtig sein, Fans kommen eher nicht auf ihre Kosten. Schon nach einigen Minuten weiß man genau, wann man sich ducken muss, um nicht von einem Angriff erwischt zu werden. Die gegnerische künstliche Intelligenz ist praktisch nicht existent.

Wie sehen die denn aus?!?

Da man seinen Charakter aus der Third-Person-Sicht steuert, fällt es dem Spieler am Anfang nicht leicht, ein Lachen zu unterdrücken. Die Beine und die gesamte Animation des Charakters sehen – um es fein auszudrücken – merkwürdig und ungewohnt aus. Ein gewisser Charme aus Anime-Filmen besteht. Entweder man mag es oder eben nicht. Insgesamt ist die Grafik im oberen Mittelfeld angesiedelt und sieht ein wenig aus wie 'Halo’ auf Neon. Während die Animationen der Menschen merkwürdig aussehen, sind die Gegner sehr gut animiert und wirken bedrohlich. Viele Details bei Gegnern und Fahrzeugen und den Raumstationen erscheinen geklaut, sind aber so gut umgesetzt, dass dies nicht so stark ins Gewicht fällt. Der Vorteil von 'Advent Rising’ ist, dass auch mit niedrigeren Computerleistungen das optimale Ergebnis erreicht werden kann.

Der Sound und die Musik sind ein echte Schmankerl des Spiels. Von Anfang an zieht der orchestrale Soundtrack die Spieler in seinen Bann. An richtigen Stellen eingesetzt, unterstreicht er die Spannung. Dazu kommen die allesamt motivierten und glaubhaften Sprecher, die den Sequenzen ihre Stimme zur Weiterführung der Geschichte leihen. Das Spiel ist komplett in Englisch gehalten.

Fazit

von
'Advent Rising’ macht vieles richtig, allerdings auch vieles falsch. Durch den zu niedrigen Schwierigkeitsgrad gerät die Geschichte eigentlich in den Hintergrund, da auch ungeübte Spieler durch die Levels rasen. Die Atmosphäre stimmt allerdings: Grafik und Sound sind solide umgesetzt und auch die Sprecher bieten im Unterschied zu vielen Spielen gute Arbeit. Durch die sehr 'Halo’-esquen Szenarien des Spiels kommt kein richtig originelles Gefühl auf. Schade, da hätte man sehr viel mehr draus machen können. Wollen wir hoffen, dass die nächsten Teile der Trilogie das wieder gutmachen.

Überblick

Pro

  • eindrucksvoller Soundtrack
  • gute Effekte und Sprecher
  • grafisch für Anime-Fans ein Genuss
  • leichte Steuerung
  • äußerst flüssig

Contra

  • viele Elemente wirken abgekupfert
  • zu einfach
  • niedriger Schwierigkeitsgrad lässt die Geschichte in den Hintergrund fallen
  • sehr leicht vorhersehbare Storyline
  • Kämpfe meistens nur wildes Zielwechseln ohne Taktik

Wertung

  • PC
    70
    %

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