Test - 2Dark : Düstere Tode vom Erfinder des Survival-Horrors

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Seid ihr Fans von Horrorspielen? Dann wird euch Alone in the Dark sicher ein Begriff sein. Einigen von euch sagt vielleicht sogar der Name Frédérick Raynal etwas. Der gute Mann war der Schöpfer der Alone-in-the-Dark-Reihe und damit auch der Wegbereiter für das Genre der Horror-Spiele. Mit 2Dark kehrt er nun zurück zu seinen Wurzeln und versucht erneut, euch das Fürchten zu lehren.

Einfach mal die Familie schnappen, raus mit ihr ins Grüne und ein paar Tage die Seele baumeln lassen. So zumindest dachte sich das Mr. Smith – und fuhr mit seiner Frau und den beiden Kindern zu einem lauschigen Plätzchen im Wald, um dort zu campen. Doch leider sollte es ganz anders kommen. Denn kaum waren die Smiths eingetroffen, brach das Unheil über sie herein. Während Mr. Smith das Zelt aufbaute, wollten seine Frau und die beiden Kinder Feuerholz suchen. Dabei wurden sie von Unbekannten überwältigt, Mrs. Smith getötet und der Nachwuchs verschleppt. Mr. Smith kam zu spät, um ihnen zu helfen und konnte nur noch mit ansehen, wie seine Kinder in einem Transporter weggebracht wurden.

Auf der Suche nach den Kindern

Das ist nun schon viele Jahre her, Smith gibt die Hoffnung aber nicht auf, seine Kinder doch noch lebend aus den Fängen der Kidnapper zu befreien. Sein Leben ging derweil den Bach runter und er verlor unter anderem seinen Job als Ermittler. Hier greift ihr ins Spiel ein und übernehmt die Rolle von Mr. Smith, der sich die Suche nach seinen Kindern zum Lebensziel gesetzt hat. Nicht nur seine eigenen Sprösslinge sind verschwunden, in den vergangenen Jahren gab es viele weitere Meldungen über vermisste Kinder, die seitdem nicht wiederaufgetaucht sind. Hängt das alles zusammen? Ist hier eine Bande von Entführern am Werk – und wohin wurden all die Kinder verschleppt? Viele Fragen, denen ihr auf den Grund gehen sollt.

Sobald ihr den ersten Blick auf die Spielgrafik werft, fällt euch der ungewöhnliche Art-Style von 2Dark ins Auge. Dieser erinnert ein wenig an Corpse Party: Blood Drive, lässt man die gezeichneten Zwischensequenzen einmal außen vor. Auch das Spielprinzip wirkt auf den ersten Blick sehr ähnlich, denn oftmals sucht ihr stockfinstere Gebiete ab, in denen euch lediglich eine Taschenlampe ein wenig Licht spendet. Das war es dann aber auch mit den Ähnlichkeiten, 2Dark setzt auch auf andere Spielelemente. Gleich zu Beginn müsst ihr Mr. Smiths Wohnung erkunden und werdet hier auch direkt mit den Feinheiten des Spiels vertraut gemacht.

So lernt ihr, wie ihr Gegenstände sammelt, diese im Inventar kombiniert, auf Gegner schießt und mit Objekten interagiert. All das sind Dinge, die von euch in den einzelnen Missionen, aus denen 2Dark besteht, gefordert werden. Auch merkt ihr bereits in dem kleinen Tutorial, dass jede eurer Bewegungen und Handlungen Geräusche verursacht. Das könnte die Suche nach den vermissten Kindern erschweren, denn eventuelle Gegner sollen euch schließlich nicht zu früh sehen und hören. Das Thema „nicht gesehen werden“ ist der andere wichtige Faktor, auf den 2Dark setzt. Immer wieder durchstreift ihr pechschwarze Gebiete, in denen ihr euch zwar gut verstecken, jedoch auch blind in Fallen tapsen könnt, die eurem Bildschirmleben ein vorzeitiges Ende setzen.

Kleine Taschenlampe, brenn!

Dank einer Taschenlampe könnt ihr für Licht sorgen, aber auch nur dann, wenn ihr noch genug Batterien im Inventar habt. Gehen euch diese aus, weil ihr die Umgebung nicht ordentlich abgesucht habt, bleibt euch nur der schwache Schein eures Feuerzeuges. Dieses benötigt ihr, um Zigaretten anzuzünden. Ausnahmsweise ist Rauchen nicht schädlich, sondern lässt euch das Spiel speichern. Dabei läuft die Zeit im Spiel allerdings weiter und wenn ihr Pech habt, entdeckt ein Gegner das Aufflackern der Zigarettenglut im Dunkeln und schickt euch ins Jenseits.

Wie ihr seht, in 2Dark müsst ihr auf viele Kleinigkeiten achten, die euch sehr schnell das Leben kosten können. Leider gehören hierzu auch die vielen Fallen, mit denen die Missionen gespickt sind. Nicht alle von ihnen entdeckt ihr, indem ihr sie detektivisch aufspürt, viele von ihnen fallen euch leider erst auf, wenn es bereits zu spät ist. Damit kommen wir auch zu einem der größten Nachteile des Spiels, denn viel zu oft müsst ihr die Missionen nach dem Trial-&-Error-Prinzip erkunden. Lauft ihr einmal in eine tödliche Falle, wisst ihr beim nächsten Mal, dass sie da ist. Dies jedoch erst durch einen unnötigen Bildschirmtod rausfinden zu müssen, nervt sehr schnell.

Gleiches gilt für das Absuchen der Bereiche nach Hinweisen und Gegenständen. Ihr könnt nur bedingt mit Objekten interagieren. Vielmehr müsst ihr euch diesen nähern, woraufhin ein „Hm?!“ von Mr. Smith sowie ein Ausrufezeichen über seinem Kopf euch vermitteln, dass hier etwas sein könnte. Erst dann wandern Objekte in euer Inventar und ihr erkennt, worum es sich handelt. Oft handelt es sich dabei nämlich um Dinge, die ihr gar nicht benötigt und die lediglich kostbaren Inventarplatz blockieren. Schöner wäre es gewesen, im Voraus sehen zu können, ob man etwas mitnehmen möchte.

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